Eröffnung 2024

Mit den neuen Betreiber*innen des Theatiner feiern wir die Eröffnung der 72. Filmkunstwochen München

Paris Paradies © Studiocanal

Paris Paradies
R: Marjane Satrapi · FR 2024 · 90 Min · Mit Monica Bellucci, André Dussollier, Alex Lutz, Rossy de Palma, Martina García
Die ehemals gefeierte Opernsängerin Giovanna wird irrtümlich für tot erklärt und wartet nun ungeduldig darauf, dass ihr Vermächtnis von der Presse gewürdigt wird. Stuntman Mike fordert jeden Tag aufs Neue den Tod heraus. Rentnerin Dolores ist es ziemlich egal, ob Rauchen tödlich ist. Marie-Cerise, eine depressive Teenagerin, wird gerade noch im richtigen Moment gekidnappt. True-Crime-Experte Edouard hostet seit Jahren eine berühmte TV-Kriminalsendung. Als er an die eigene Sterblichkeit erinnert wird, ist er überfordert.
Alle stehen vor der Aufgabe: Sie müssen erkennen, wie schön und wichtig es ist, das Leben zu lieben. – Ein komödiantisches Kaleidoskop über die Sterblichkeit der iranisch-französische Comiczeichnerin und Filmemacherin. Mit europäischer Starbesetzung!

Mi 24.7. 19:30 Theatiner · Einlass ab 19:00
Theatinerstr. 32 (Theatinerpassage) · 80333 München
Eintritt: 10,50 Euro
Kartenvorverkauf: theatiner-film.de
Karten-Telefon: 089 / 22 31 83
MVG-Anfahrt: U3/U6 Odeonsplat

Als jüngste Kino­be­treiber der Stadt haben Claire Schleeger und Bastian Hauser im Januar das Theatiner von Marlies Kirchner übernommen. Sie hat das Kino ab 1976 geleitet und zu einem international beachteten und vielfach preisgekrönten Originalsprachenkino der „Europa Cinemas“ gemacht. In der Tradition der hohen Filmkunst zeigt das Theatiner im diesjährigen Programm bedeutende Werke und Produktionen der internationalen Filmgeschichte. Dabei kommt auch der 35mm-Projektor zum Einsatz, den das Kino erhalten hat.

Die französische Sopranistin Alice Stamataki wird mit einem kleinen Konzert die Filmkunstwochen eröffnen. Gerade ist sie an der Staatsoper tätig. Mit Stücken aus Oper und Operette bringt sie Glanz und große Gefühle auf die Theatiner-Bühne.

Im Anschluss an die Eröffnung Umtrunk im Foyer

Die Filmkunstwochen-Historie: Vor über 70 Jahren kam der Münchner Kino-Pionier Fritz Falter auf die Idee, in München mitten im Sommer die Filmkunstwochen abzuhalten. Er wollte damit der Flaute im Kinoprogramm begegnen, der Eintönigkeit der Ferien Kultur entgegensetzen (damals gab es noch nicht so viele Freizeitangebote wie heute!), aber auch und vor allem den immer seichteren Verleihangebot der Fünfzigerjahre selbstbewusst die Stirn bieten. Mit dem Occam-Studio gründete er das erste Filmkunst-Kino überhaupt. Zahlreiche andere folgten. Die Kinobetreiber*innen und Theaterleiter*innen von zwölf Spielstädten der Stadt feiern heute in seinem Erbe das Sommerfestival der Arthouse-Kinos.

Das Festival der Arthouse-Kinos