Kategorie-Archiv: Allgemein

Auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr!

Cineastenstadt München: Über 6.000 Besucher kamen zu den 65. Filmkunstwochen

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Die 65. Filmkunstwochen waren beliebter als je zuvor: Über 6.000 Zuschauer besuchten das Sommerfestival der Münchner Arthouse-Kinos, das gestern zu Ende ging. In den vergangenen vier Wochen zeigten die 65. Filmkunstwochen in elf Festivalkinos 139 Filme in dreizehn Reihen mit vielen Gästen, darunter den diesjährigen Gewinnern des Starter Filmpreises der Stadt München, Moritz S. Binder, Annelie Boros, Michael Ciesilski und Yulia Lokshina mit der wirFilm-Produktion, und den Münchnern Regisseuren Marie Noelle, Wolf Gaudlitz und Peter Goedel. Vier Münchner Festivals der Filmstadt München e.V., Bimovie, Cinema Iran, Türkische Filmtage und DOK.fest München, waren ebenfalls zu Gast und stellten sich mit ausgewählten Highlights dem Münchner Kinopublikum vor.

Mit einer Hommage aus dreizehn Filmen, an der sich alle Festival-Kinos beteiligten, wurde die französische Schauspielerin Isabelle Huppert geehrt. Einen besonders großen Erfolg verzeichnete die deutsche Premiere von Werner Schroeters MALINA mit Isabelle Huppert. Der Film wurde 1990 von den Brüdern Thomas und Steffen Kuchenreuther produziert und jetzt im ABC Kino, in dem auch eine der Filmszenen gedreht wurde, erstmals in der französischen Originalfassung aufgeführt. Isabelle Huppert erhielt noch während der Filmkunstwochen auf dem 70. Locarno Festival den Leoparden als Beste Schauspielerin und gilt als „derzeit womöglich beste Schauspielerin weltweit“, wie ein Kritiker euphorisch vermeldete – die 65. Filmkunstwochen nahmen dies mit ihrer Hommage  vorweg.

Besonders beliebt war die Reihe der Theatiner Filmkunst „Aus Liebe zum Kino“. Zum 60. Geburtstag des Kinos in der Theatiner-Passage wurden internationale Filmklassiker auf 35mm vorgeführt. Dazu fand sich tagtäglich ein begeistertes Cineastenpublikum ein – insgesamt waren es über 1.500 Besucher.

Auch das Rahmenprogramm „Filme finden Stadt“ konnte die Münchner begeistern. Zum „Sommernachts(t)raum“, der mit Bollerwagen und Beamer durch das Olympiadorf führte und Filme an Häuserwände projizierte, kamen 200 Interessierte aus der ganzen Stadt.

Wir bedanken uns bei allen Besucherinnen und Besuchern der 65. Filmkunstwochen sowie bei der Landeshauptstadt München für ihre Unterstützung der Arthouse-Kinos – und freuen uns darauf, Sie bei den Filmkunstwochen 2018 wiederzusehen!

Für die Festivalkinos: Louis Anschütz (Studio Isabella), Bruno Börger (City Kinos München), Bernd Brehmer (Theatiner Filmkunst), Markus Eisele (Arena Kino, Monopol), Anne Harder (Neues Maxim), Marlies Kirchner (Theatiner Filmkunst), Elisabeth Kuonen-Reich (Rio Filmpalast), Thomas Kuchenreuther (ABC Kino), Christian Pfeil (Arena Kino, Monopol), Werner Scholz (Filmeck Gräfelfing), Matthias Stolz (Museum Lichtspiele), Thomas Wilhelm (Neues Rex, Neues Rottmann)

Mit cineastischen Grüßen,
Dunja Bialas & Ludwig Sporrer
KinoKultur GbR

Start der 65. Filmkunstwochen!

Feierlich-lässige Eröffnung mit DER WEIN UND DER WIND (OmU) im Neuen Rex – Mittwoch, 19.7., 18 Uhr (Empfang) / 19:30 Uhr (Film)
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Am Mittwoch ist es soweit: die traditionellen Filmkunstwochen, die dieses Jahr zum 65. Mal stattfinden, eröffnen mit dem neuesten Film von Cédric Klapisch, DER WEIN UND DER WIND (CE QUI NOUS LIE). Ein sommerleichter Hauch aus Südfrankreich weht am Eröffnungsabend durch das Neues Rex. Das Kino ist ein Schmuckstück in Laim, das seit letztem Sommer rundum in neuer Pracht mit zwei Sälen erstrahlt. Come in and find out!
Eröffnung 19.7. 18 Uhr: Empfang – 19:30 Uhr Begrüßung & Film
Kartenreservierung: 089 / 56 25 00
Neues Rex – Agricolastr. 16 – Willibaldplatz · Tram 19 – Laim · S-Bahn

header_olympiadorf_stadt_und_spieleErstes Highlight ist unser Rahmenprogramm am Freitag, den 21.7., wenn es wieder in den Sommernachts(t)raum geht. Diesmal laden wir ein zur Filmwanderung durchs Olympiadorf.
Mit Beamer und Bollerwagen führen wir diesmal über die labyrinthischen Wege des Olympiadorfes in die verborgene Wildnis der weltberühmten Betonbau-Siedlung.
Anmeldung: sommer@filmkunstwochen-muenchen.de
Die Wanderung ist rollstuhlgerecht und dauert ca. 120 Min.
In Kooperation mit Raumwandler e.V

Das volle Programm

FKW17_Programmheft_200x300pxDas volle Programm der 65. Filmkunstwochen ist online!
Hier können Sie das Programmheft herunterladen:
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Ein Überblick über unser Programm und unsere vielfältigen Reihen:

Zum 65. Geburtstag der Filmkunstwochen gratulieren wir den Geburtstagskindern Isabella Rossellini, Miceky Rourke, Roberto Benigni, Jeff Goldbloom und Hubert von Goisern (City Kinos). Mit einer Werkschau, die in allen 11 teilnehmenden Kinos stattfindet, ehren wir die derzeit präsenteste und größte der französischen Schauspielerinnen, Isabelle Huppert.  Die Vielfalt des französischen Regisseurs François Ozon, der in Cannes sein neuestes Werk L’AMANT DOUBLE präsentiert hat, stellen wir in vier Filmen vor (Arena).  James Dean konnte sich mit nur drei Filmen unsterblich machen (Studio Isabella). „Aus Liebe zum Film“ macht die Theatiner Filmkunst seit 60 Jahren Kino und feiert ihren runden Geburtstag mit 24 Filmen auf 35mm, allesamt Meilensteine der Filmgeschichte, darunter auch viele Lieblingsfilme von Marlies Kirchner, der Grande Dame der Münchner Kinos.
Mit der Reihe „Künstler, Denker, Draufgänger“ reflektieren wir die neueste Entwicklung des zeitgenössischen Kinos, vermehrt Darstellungen berühmter Persönlichkeiten auf die Leinwand zu bringen (alle Kinos). „Psychiatrie im Film“ ist ein wichtiger Aspekt der heutigen Filmrezeption (Neues Rottmann). Eine eigene Reihe ist dem Münchner Filmschaffen gewidmet. Wir stellen die neuen Gewinner des Starter Filmpreises mit ihren Filmen vor und haben  Münchner Regisseure und Regisseurinnen zu Gast. Die Filmstadt München sorgt ganzjährig für bunte Festivals, vier davon stellen sich vor. Als „beste Filme“ der letzten Saison präsentieren wir das traditionelle Herzstück der Filmkunstwochen und wagen mit den Previews einen Blick auf das, was kommt. Neu restauriert wurden zwei Meisterwerke, die genau 50 Jahre alt sind (ABC Kino), und ebenfalls im ABC Kino erinnern wir an die letztes Jahr Verstorbenen: In Memoriam.

SAVE THE DATE! 65. Filmkunstwochen München vom 19.7. bis 16.8.2017

Ab dem 19. Juli ist es wieder soweit: In elf Kinos der Stadt werden vier Wochen lang erlesene Filmperlen gezeigt. Das 65. Jubiläum des traditionsreichen Sommerfestivals der Münchner Kinobetreiber begehen wir mit einer Hommage an Isabelle Huppert, der Grandesse des französischen Films.
Hier ist sie zu sehen in MALINA (1991, R: Werner Schroeter), den Steffen und Thomas Kuchenreuther produziert haben (ABC Kino).

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Grande Dame der Lichtspielhäuser – Kino-Serie der Süddeutschen Zeitung II

Vollständigen Artikel lesen (erschienen am 26. Juli 2016)

Marlies Kirchner vom Theatiner-Kino setzt auf Originalversionen und analoge Projektion
Von Christina Koormann

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Zu ihr blicken auch die Filmstars auf: Marlies Kirchner, hier vor einem Plakat zum Film „Lo straniero“ (1967) mit Marcello Mastroianni. (Foto: Robert Haas)

Während der 64. Filmkunstwochen zeigt das Theatiner-Kino zwei von drei ausgewählten Filmen mit dem 35-Millimeter-Projektor, der neben den Projektoren im Filmmuseum und im Werkstattkino einer der wenigen noch funktionierenden in München ist – noch eine Besonderheit, die das Kino in sich birgt. 2012 musste der Projektor einem digitalen Nachfolger weichen, „das haben wir sehr bedauert“, sagt Kirchner. „Meine Mitarbeiter und ich sind allesamt große 35-Millimeter-Fans.“ Einsatzfähig ist der Projektor jedoch nach wie vor. Peter Goedel, Regisseur von „Tanger – Die Legende einer Stadt“, und Nicolas Humbert, Regisseur von „Step Across The Border“, sind deshalb auf sie zugekommen, um ihre 35-Millimeter-Kopien während der Filmkunstwochen hier zu zeigen. „Andere Kinos können das nicht“, sagt Kirchner. Somit ist der Projektor ein Aushängeschild für echte Filmliebhaber. Der dritte Film im Programm der Filmkunstwochen – „Retour chez ma mère“ („Willkommen im Hotel Mama“) – läuft am Sonntag, 7. August, in der Preview – in digitaler Version.

Wenn die Theatiner-Filmkunst im kommenden Jahr 60 Jahre alt wird, soll zu diesem Anlass eine ganze Serie mit Filmen auf 35 Millimeter gezeigt werden. „Wir hoffen, dass wir die alten Klassiker des Hauses noch einmal zeigen können, Filme, die für das Kino sehr wichtig waren.“

ABDO – COMING OF AGE IN A REVOLUTION – Starter Filmpreis im ABC

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In Kairo lebend, durch­läuft Abdo seine Adoles­zenz unter dem Zeichen der Revo­lu­tion. Das Leben erscheint ihm plötzlich sinn­ent­leert, als die Versamm­lungen auf dem Tahrir-Platz aufhören und die Revo­lu­tion vorbei ist. Gedreht wurde während des arabi­schen Frühlings und danach, die Kamera zeigt oft aus subjek­tiver Perspek­tive die revo­lu­ti­onären Ereig­nisse, aber auch den Alltag und eine illegale Reise nach Gaza, wo sich Abdo den wahren Revo­lu­ti­onären anschließen wollte. »Was bedeuten Liebe und Hass in Zeiten von persön­li­chem und sozialem Wandel?«, fragt Regisseur Jakob Gross.
ABDO ist ein unbän­diger Film, der ganz und gar über die Notwen­dig­keit geht: zu filmen, Revo­lu­tion zu machen, Musik zu hören, sich einzu­mi­schen.

Vorführung am Donnerstag, 28.7. um 17:30 Uhr im ABC.
Es diskutieren mit dem Publikum:
Regisseur und Starter-Filmpreis-Gewinner Jakob Gross und Nicolas Humbert, Regisseur und Filmpate.
Um Vernet­zungen und Austausch zwischen den Gene­ra­tionen zu schaffen, wurde bei den Film­kunst­wo­chen erstmals eine Film­pa­ten­schaft kreiert, und die beiden Regis­seure werden sich aus ganz unter­schied­li­cher Perspek­tive über das Filme­ma­chen heute unter­halten.

Ein Mann namens Ove – Psychiatrie und Film im Rottmann II

Scheint übermächtig, sucht aber nach dem Sinn des Lebens: Ove, ein grantiger Nachbar
Scheint übermächtig, sucht aber doch nur nach dem Sinn des Lebens: Ove

Der Rentner Ove (Rolf Låssgard, bekannt als Kommissar Wallander) ist ein ungeliebter Nachbar, ständig grantig, auf seine Mitmenschen wirkt er unberechenbar. In dem Dauermuffel verbirgt sich aber eine verwundete Seele. Seit seine Frau verstorben ist, weiß Ove nicht mehr wirklich, was er mit dem Leben anfangen soll. Aber wer weiß schon, was der Sinn des Lebens ist? – EIN MANN NAMENS OVE des versierten schwedischen Regisseurs Hannes Holm lief in Schweden erfolgreicher in den Kinos als STAR WARS!

Bei den Filmkunstwochen am Dienstag, 26.7. um 18:30 Uhr im Neuen Rottmann diskutiert mit dem Publikum:
Dr. W. Stehling, Assistenzarzt am Klinikum rechts der Isar, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der TU München

Die ZEIT schreibt:
„Ein Mann namens Ove“ kombiniert den grantigen Mann mit dem großen Herz mit dem Thema Suizid, das an sich kein lustiges und damit kein besonders dankbares für eine Komödie ist. Die Gefahr der Verharmlosung schwingt dabei immer mit. Oves Selbstmordversuche müssen scheitern. Wäre das anders, wäre es mit dem Lachen schnell vorbei. Tatsächlich gelingt es dem Film, durch das einfache Mittel der Wiederholung komische Effekte zu produzieren.

Billett zum Glück – Eine Serie der Süddeutschen Zeitung begleitet die Filmkunstwochen

Vollständigen Artikel lesen (erschienen am 19. Juli 2016)

An diesem Mittwoch beginnen die 64. Filmkunstwochen. Seit 1953 beteiligen sich daran Münchens aktivste Arthouse-Kinos. Eine SZ-Serie stellt die sieben diesjährigen Häuser und ihr Programm vor. Teil 1: Thomas Kuchenreuthers „ABC“ – Von Josef Grübl
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Ob Hochformat oder Breitwand, Thomas Kuchenreuther ist ein Mann der Bilder. Er betreibt seine Kinos mit wahrer Leidenschaft für die Filmkunst. (Foto: Robert Haas)

Wenn sich Cineasten unterhalten, wird es schnell assoziativ, so auch bei Thomas Kuchenreuther. Der gebürtige Franke hat in Schwabing drei Kinos, alle in unmittelbarer Laufnähe, neben dem ABC Filmkunst-Kino betreibt er noch das Leopold und die Kinos Münchner Freiheit. Spricht der Cineast Kuchenreuther also übers Programm der 64. Filmkunstwochen München, die an diesem Mittwoch eröffnet werden und bis zum 10. August laufen, springt er munter zwischen den einzelnen Filmen hin und her, jeder von ihnen ist nur einen Quergedanken voneinander entfernt. Da wäre zum Beispiel Miguel Gomes‘ dreiteiliger Filmreigen „1001 Nacht“, der die wirtschaftlichen Probleme Portugals mit den Mitteln persischer Märchen erzählt: Kuchenreuther verkettet seine Schwärmerei über dieses Filmereignis elegant mit dem deutschen Festival- und Publikumsliebling „Toni Erdmann“ von Maren Ade.

Damit ist er genau der richtige Mann für die Filmkunstwochen, die den Münchnern seit 1953 die Gelegenheit bieten, herausragende Produktionen des vergangenen Kinojahres nachzuholen. Hinzu kommt ein buntes Programm aus Retrospektiven, Previews und Gesprächsrunden. Nur so können die Filmkunstwochen überleben, niemand weiß das besser als Thomas Kuchenreuther: „Wir leben in einer schnelllebigen Zeit“, sagt er, „deshalb blicken wir nicht nur zurück. Die Zuschauer sollen auch sehen, was sie in den kommenden Monaten erwartet“. Der Kinobetreiber ist in der Branche bestens vernetzt, auch deshalb kann er seinem Publikum schon vorab die neuen Filme von Pedro Almodóvar, Rebecca Miller oder Mia Hansen-Løve präsentieren. An den Filmkunstwochen nimmt er erst seit einigen Jahren teil, was umso erstaunlicher scheint, als das ABC eines der ältesten Programmkinos der Stadt ist.

Rückschau: 62. Filmkunstwochen 2014

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Das war unser Motiv 2014. Jean Seberg und Jean-Paul Belmondo in Jean-Luc Godards AUSSER ATEM von 1960, mit dem JLG, wie er kurz und knapp genannt wird, Filmgeschichte geschrieben und die Nouvelle Vague eingeläutet hat. JLG soll nach dem Erfolg seines Films übrigens gesagt haben, er hoffe, dass sein nächster Film ein Misserfolg werde, sonst wäre er nicht  motiviert, weiterhin Film zu drehen. JLG wollte eben niemandem gefallen…

Bei den 62. Filmkunstwochen München liefen eine ganze Reihe kultiger Klassiker, von denen viele die Filmgeschichte beeinflusst,  markige Sprüche hervorgebracht oder Musik geliefert haben, die uns heute direkt in die Filme versetzt. Die 62. Filmkunstwochen waren ein musikalischer Jahrgang.

Sechs Münchner Kinos waren dabei: Atelier/City, Studio Isabella, Monopol, Rio Filmpalast, Neues Rottman, Filmeck Gräfelfing. Sie alle scherten aus dem Verleihangebot aus und machten ein vielfältiges Sommerprogramm gemäß dem Motto: Münchner Kinos machen Programm.
Nachzulesen in unserem Archiv…